STAATSWESEN
ENERGIE
ENERGIE
ENERGIE
BERUFSBILDUNG
BERUFSBILDUNG

Formulierte Gesetzesinitiative
Zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur: Realisierung der Umfahrung Süd
Seit jeher prosperiert die Wirtschaft entlang funktionierender Mobilitätsachsen. Im Raum Basel ist die Mobilität leider schon lange eingeschränkt. Besonders das Strassennetz stösst täglich an seine Grenzen. Pendler, Lieferdienste und Geschäftsleute sitzen im Stau, weil Strassen und öffentliche Verkehrsmittel schlichtweg überlastet sind. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern verursacht auch hohe volkswirtschaftliche Schäden. Gerade KMU-Betriebe haben oft keine Möglichkeit, die Kosten für die Stauzeiten weiterzuverrechnen.
5 Gründe,
weshalb es die Initiative braucht
Die Wirtschaftsräume besser verbinden
Die Umfahrung Süd schafft eine direkte Verbindung zwischen den Wirtschaftsräumen Arlesheim/Reinach und Liestal. Das verbessert die Erreichbarkeit von Unternehmen und erleichtert den Arbeits- und Lieferverkehr.
Staus wirksam reduzieren
Überlastete Strassen führen täglich zu Zeitverlusten und hohen Kosten. Die neue Verkehrsachse entlastet das bestehende Strassennetz und sorgt für einen flüssigeren Verkehrsablauf.
Wohngebiete vom Durchgangsverkehr entlasten
Ein grosser Teil des Verkehrs fährt heute durch Ortschaften und Wohnquartiere. Die Umfahrung Süd verlagert den Durchgangsverkehr auf eine leistungsfähige Tangentialverbindung und erhöht so die Lebensqualität der Bevölkerung.
Das Verkehrsnetz krisenfester machen
Heute führen Unfälle oder Störungen auf den bestehenden Hauptachsen schnell zum Verkehrskollaps. Mit einer zusätzlichen Verbindung wird das Verkehrsnetz widerstandsfähiger und bietet im Ereignisfall wichtige Ausweichmöglichkeiten.
Strasse und öffentlicher Verkehr gemeinsam stärken
Die Umfahrung Süd ist als Tunnel geplant, der auch vom öffentlichen Verkehr genutzt werden kann. Damit profitieren sowohl der motorisierte Individualverkehr als auch der öV von einer leistungsfähigeren Verkehrsinfrastruktur.
Die Forderung
Um den aktuellen Missstand im Verkehrsnetz zu beheben, fordert die Initiative «Zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur: Realisierung der Umfahrung Süd» eine neue Verkehrsachse, die die Wirtschaftsräume Arlesheim/Reinach und Liestal optimal verbindet. Diese tangentiale Achse sichert den Verkehrsfluss, verbessert die verkehrliche Entlastung der Wohngebiete und die Erreichbarkeit der Arbeitsgebiete. Die geplante Umfahrung Süd soll als Tunnel verlaufen, südlich der Autobahnen A2 und A3. Sie soll an die geplante Umfahrung Allschwil angebunden werden und auch für den öffentlichen Verkehr genutzt werden können.
Warum ist das wichtig?
Unsere Verkehrsinfrastruktur stammt grösstenteils aus den 1970er-Jahren und wurde seither kaum ausgebaut – trotz enormen Bevölkerungswachstums. Besonders im Raum Basel liegt der Ausbau des Verkehrsnetzes im Vergleich zu anderen Regionen weit zurück. Auch der öffentliche Verkehr soll davon profitieren, indem die Tunnellösung entsprechend konzipiert wird, dass sie auch den öV nutzt. Aktuell verlaufen die regionalen Verkehrsachsen alle radial – also direkt auf die Stadt Basel zu. Wenn dort eine Verkehrsüberlastung herrscht oder ein Unfall passiert, kollabiert der gesamte regionale Verkehr. Die Umfahrung Süd soll für eine Netzstruktur sorgen, die das Verkehrssystem insgesamt resilienter macht.
Die Umsetzung
Die Planung, die Projektierung und der Bau der Umfahrung müssen unverzüglich unter Berücksichtigung der raumplanerischen Anforderungen der Agglomeration Basel angegangen werden. Der neue Umfahrungstunnel soll so konzipiert werden, dass er auch für den öffentlichen Verkehr nutzbar ist. Der Kanton stellt die Finanzierung der Gesamtkosten durch Investitionskredite sicher. Er kann sich um Bundesbeiträge oder die Kostenübernahme durch den Bund bemühen. Der Bau soll schnellstmöglich behördlich vorangetrieben werden, damit die Umfahrung bald Realität wird. Über die Fortschritte erstattet der Regierungsrat dem Landrat mindestens halbjährlich Bericht.
