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BERUFSBILDUNG
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Nichtformulierte Initiative
Fachkräftemangel bekämpfen – Förderung von Vollzeitarbeit
Immer weniger Arbeitstätige finanzieren mit ihren Lohnprozenten die Renten und andere Sozialleistungen. Der Trend zur Teilzeitarbeit verschärft das Problem. Es braucht eine aktive Förderung der Vollzeitarbeit, indem das kantonale Steuerrecht entsprechende Anreize setzt und Fehlanreize für Teilzeitarbeit vermeidet.
5 Gründe,
weshalb es die Initiative braucht
Vollzeitarbeit wieder attraktiver machen
Wer sich für ein höheres Arbeitspensum entscheidet, soll davon auch finanziell profitieren. Das Steuersystem soll Vollzeitarbeit fördern statt benachteiligen.
Fehlanreize im Steuersystem abbauen
Heute lohnt sich ein höheres Arbeitspensum oft kaum. Die Initiative setzt steuerliche Anreize, damit sich mehr Arbeit wieder auszahlt.
Das inländische Arbeitskräftepotenzial besser nutzen
Bevor zusätzliche Fachkräfte im Ausland gesucht werden, soll das vorhandene Potenzial im Inland stärker ausgeschöpft werden. Mehr Vollzeitarbeit leistet dazu einen wichtigen Beitrag.
Sozialwerke langfristig sichern
Mehr Vollzeitbeschäftigte stärken das finanzielle Fundament der Sozialversicherungen und helfen, die Folgen des demografischen Wandels besser zu bewältigen.
Leistungsgerechte Besteuerung fördern
Wer ein höheres Arbeitspensum übernimmt, soll steuerlich nicht schlechter behandelt werden wie Personen mit deutlich geringerem Erwerbsumfang. Die Initiative stärkt ein leistungsorientiertes Steuersystem.
Die Forderung
Das Ziel der Initiative «Fachkräftemangel bekämpfen – Förderung von Vollzeitarbeit» ist es, mehr Personen zur Vollzeitarbeit zu motivieren. Die Förderung der Vollzeitarbeit bedeutet auch, dem Teilzeittrend entgegenzutreten, und ist ein Gebot der Stunde. Denn mehr Personen, die voll arbeiten, bedeuten nicht nur mehr Fachkräfte im Arbeitsmarkt, sondern auch eine stärkere Wirtschaft und damit mehr Wohlstand. Der entscheidende Hebel ist dabei das Steuerrecht. Heute zahlen zwei Personen mit gleichem Einkommen – die eine gut ausgebildet und mit stark reduziertem Pensum, die andere mit zwei Jobs und Überzeit – gleich viel Steuern. Das ist ungerecht und verschärft das über- geordnete Problem des Fachkräftemangels. Die Initiative fordert daher eine Anpassung des Steuerrechts, die Fehl- anreize bei der Teilzeitarbeit minimiert und stattdessen die Vollzeitarbeit durch steuerliche Anreize fördert.
Warum ist das wichtig?
Gerade in einer Zeit, in der die Babyboomer in Rente gehen, brauchen wir jede Hand im Arbeitsmarkt. Wenn we- niger gearbeitet wird, sinken nicht nur die Steuereinnahmen, sondern auch die finanzielle Basis für unsere Sozialleistungen. Dies würde auf lange Sicht auch unsere Rentensysteme gefährden, da immer weniger Arbeitende immer mehr Rentner finanzieren müssen. Attraktive steuerliche Bedingungen für Vollzeitarbeit ziehen zudem leistungs- orientierte Personen und Unternehmen an, die mit ihrer Arbeitsleistung zu einer hohen Wertschöpfung und damit zu hohen Steuereinnahmen beitragen.
Die Umsetzung
Beim Wettbewerb um die Talente soll der Kanton Basel-Landschaft ein attraktiver Wohn- und Arbeitskanton sein und bleiben. Zu diesem Zweck soll Vollzeitarbeit mit finanziellen und steuerlichen Anreizen ermöglicht und gefördert werden. Der Kanton Basel- Landschaft überarbeitet mit diesem Ziel das Steuerrecht und die Bestimmungen zu den bedarfsabhängigen Sozialleistungen. Die Initiative ist in- nert vier Jahren ab Annahme durch das Stimmvolk umzusetzen.
Gesetzestext
Die unterzeichneten, im Kanton Basel-Landschaft stimmberechtigten Personen stellen, gestützt auf § 28 Abs. 1 und 3 der Verfassung des Kantons Basel-Landschaft vom 17. Mai 1984, das folgende nichtformulierte Begehren:
Der Arbeitsmarkt in der Schweiz und im Kanton Basel-Landschaft leidet unter dem Fachkräftemangel. Beim Kampf um die Talente soll der Kanton Basel-Landschaft ein attraktiver Wohn- und Arbeitskanton sein und bleiben. Zu diesem Zweck soll Vollzeitarbeit mit finanziellen und steuerlichen Anreizen ermöglicht und gefördert werden.
Dem Landrat wird beantragt, das Steuerrecht und die Bestimmungen zu den bedarfsabhängigen Sozialleistungen so zu überarbeiten, dass sich Vollzeitarbeit lohnt und Fehlanreize hin zu Teilzeitarbeit möglichst vermieden werden.
Die Initiative ist innert vier Jahren seit Annahme durch das Stimmvolk umzusetzen.
